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Seit 2002 ist der Entscheid der WEKO bezüglich "Preliminary BBCS Rabatt" hängig. Jetzt fordern diverse ADSL Provider endlich einen Abschluss. So hofft auch Finecom, dass die WEKO bald diesen Entscheid fällen wird, damit in dieser wichtigen Sache endlich Rechtssicherheit herrscht.

So die Ausgangslage
Dass die WEKO den Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung der Swisscom im Bereich der ADSL Leitungen bereits seit längerem festgestellt hat, ändert nichts an der Tatsache, dass bis zum heutigen Zeitpunkt alle Schweizer Internet Provider ein Damoklesschwert über sich tragen. Nach wie vor verrechnet Swisscom alle untersten ADSL-Abo-Profile zu einem Preis von CHF 39.- abzüglich des sogenannten „WEKO Rabattes“ von 20%. Swisscom erhebt in jedem Vertrag und jeder Rechnung den Anspruch, diesen Betrag bei einem negativen Entscheid seitens der WEKO einzuverlangen. Bei diesen Nachzahlungen geht es um existenzielle Beträge, die je nach Provider, im Bereich mehrerer Millionen Franken liegen können.

Was bedeutet dies für die ISPs?
Eine Aufhebung des Discounts auf die zwei untersten ADSL-Abo-Profile gefährdet den Wettbewerb im schweizerischen Breitband-Internet-Access-Markt massiv und zementiert das heutige Quasimonopol der Swisscom weiter. Ein „Providersterben" und massiver Stellenabbau in der schweizerischen Telekommunikationsbranche sind nicht auszuschliessen. Gerade die kleineren und mittleren ISPs arbeiten jedoch äusserst innovativ, erbringen massgeschneiderte IT-Lösungen für KMUs und engagieren sich überdurchschnittlich stark in der Lehrlingsausbildung. Die Folgen dieses „Providersterbens" hätte Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft.

Wie sieht die aktuelle Marktsituation aus?
Die Preise für Breitband-Internet-Access in der Schweiz liegen heute infolge der Behinderung der alternativen Anbieter (namentlich infolge der verzögerten Einführung der Entbündelung der letzten Meile) und somit mangelnden Wettbewerbes weit über dem Europäischen Durchschnitt. Die Aufhebung des Discounts würde diese Preisdifferenz zu ungunsten der Verbraucher und der Wirtschaft weiter erhöhen und die Einführung von neuen Technologien wie z.B. ADSL-TV, VoIP und IP-Video Conferencing , die auf dem Breitband-Internet-Access aufbauen, in der Schweiz verzögern, was volkswirtschaftlich äusserst bedenklich ist.

Was bedeutet dies für die Zukunft?
Fast 90% der verkauften ADSL-Abos fallen auf die zwei untersten ADSL-Abo-Profile. Eine Aufhebung des Discounts betrifft also in extremen Masse den Breitband-Internet-Access-Markt. Die meisten kleineren und mittelgrossen ISPs müssten sich sehr wahrscheinlich aus dem Breitband-Internet-Access-Markt zurückziehen, da mit den höheren Einkaufspreisen keine Marge mehr erzielt werden kann und die Marktdomminanz der Swisscom schlicht zu erdrückend ist und sogar noch weiter ausgebaut würde.

Appellation an die WEKO
Finecom Telecommunications AG appelliert daher zusammen mit anderen ISPs an die WEKO, die Verantwortung in diesem für die schweizerische Telekommunikationsbranche äusserst wichtigen Entscheid wahrzunehmen und zum Wohle der weiteren wirtschaftlichen Belebung und Entwicklung der Schweiz den Wettbewerb weiter zu fördern und somit die Gewährung des Discounts auf die zwei untersten ADSL-Abo-Profile definitiv zu verfügen.

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