Die zunehmende Anzahl an zu übertragenden TV Programmen macht den Einsatz von skalierbaren Transportlösungen für Kabelnetzunternehmen unabdingbar. Seit Dezember 2006 arbeitet Finecom für die Produktlinie QuickLine an Varianten zur Übertragung der digitalen Programmpalette über IP.
Nach ersten Testversuchen Ende 2006 wurde im April mit ersten Kabelnetzen der Regelbetrieb aufgenommen. Die digitalen Signale werden dabei im zentralen Headend nach IP Multicast umgewandelt und auf den IP/MPLS Backbone von Finecom eingespiesen. Im Ziel-Headend werden die Multicast-Ströme dann über sogenannte EdgeQAMs, wie Sie auch für DOCSIS 3.0 oder Video on Demand verwendet werden, ins HF-Netz eingespiesen. Die Lösung eignet sich sowohl für die verschlüsselte als auch für die unverschlüsselte Programmübertragung.
Um die im Backbone benötigten Ressourcen zu stellen, baut Finecom den IP/MPLS Backbone sukzessive auf 10 Gigabit um. Durch das Erschliessen eines weiteren Dienstes auf der bestehenden Glasfaser-Infrastruktur profitieren die Kabelnetzunternehmen von einer enormen Kostenersparnis. Die Vereinheitlichung der Infrastruktur wirkt sich schlussendlich auch für Endkunden hinsichtlich Service und Vertrieb positiv aus. Zudem profitieren neben der Bandbreite für den Digital TV-Transport auch andere Produkte wie Business-Dienste (Internet, Data, Voice) von diesem Ausbau.

QuickLine ist ein Triple Play Service (Internet, Telefonie, TV/Digital TV), welcher vom Fullservice-Provider Finecom und einem Verbund von elf regionalen Kabelnetzunternehmen – Energie Belp, ESAG Lyss, EW Aarberg, GA Grenchen, GA Region Herzogenbuchsee, GA Weissenstein, GB Muri, ggsnet/WD Regionet Balsthal, Renet/IB Langenthal, Localnet Burgdorf, Valaiscom Visp – in rund 230 Gemeinden vertrieben wird. QuickLine zählt heute über 23'000 Kunden.