Die Thematik Fiber-to-the-Home (FTTH) ist heute überall präsent. Als innovativer Service-Provider engagiert sich Finecom in diesem Zukunftsmarkt an vorderster Front. Im Jahr 2009 wurden in Bern und Solothurn in Pilotprojekten die neuen Dienste erfolgreich getestet. Im Sommer 2010 lancierten wir "QuickLine Fiber" in der Stadt Bern sowie in einigen Gebieten unserer QuickLine-Partner.
Finecom als Provider für Kabel- und Elektrizitätsunternehmen
Die Zukunft im TV-Bereich liegt in der Interaktivität. Die Anwender werden selber entscheiden, wann sie welchen Inhalt schauen wollen. Damit diese Interaktivität (IPTV) technisch umgesetzt werden kann, investierte Finecom enorm in eine Infrastruktur, auf welcher zukünftig alle Dienste auf sämtlichen Hochgeschwindigkeitsnetzen angeboten werden können. Wir fokussieren uns dabei auf Dienste bei bestehenden Partnern – heute vorwiegend Kabelnetzunternehmen – zukünftig vermehrt aber auch auf die Glasfasernetze (Fiber-to-the-Home) der Elektrizitätsunternehmen.
Die neuen Möglichkeiten von Glasfasernetzen sind für uns als Service-Provider zentral. Angebote wie Internetanschlüsse, Festnetz- und Mobiltelefonie oder digitales beziehungsweise interaktives Fernsehen können neu in die Produktpalette integriert oder ausgebaut werden. Die bewährte Multimedia-Marke «QuickLine» bieten wir nun unabhängig von der Art des Anschlusses auf verschiedenen Infrastrukturen an. Für den Vertrieb der Services über FTTH arbeiten wir eng mit Netztechnologie-Partnern zusammen.
Aus dem Blickwinkel der Elektrizitätsunternehmen
Viele Elektrizitätsunternehmen denken über den Aufbau eigener Fiber-to-the-Home-Netzwerke nach. Zum einen wollen sie damit die steigenden Breitbandbedürfnisse decken, zum anderen erhöht der Anschluss die Attraktivität des Standorts. Im Fokus steht der flächendenkende Service Public ohne Zugangsbeschränkungen (Open Access oder diskriminierungsfreier Netzzugang). Auf dieser Plattform haben dann mehrere Service-Anbieter die Möglichkeit, Dienste für Privat- und Geschäftskunden anzubieten – mit der Garantie, dass der Zugang zum Endkunden für alle Service-Anbieter zu identischen Konditionen möglich ist.
Aus dem Blickwinkel der KNU’s
Für Kabelnetzunternehmen als klassische Dienstanbieter stellt sich die Situation rund um Fiber-to-the-Home komplett anders dar. Ihre Infrastruktur besteht bereits heute zu einem grossen Teil aus Glasfaser. Nur der letzte Teil des Übertragungsweges wird noch über koaxiale Netze abgewickelt. Mit Docsis 3.0 sind die Kabelnetze bereits heute technisch in der Lage, Bandbreiten über 100 MBit/s pro User anzubieten. Der Trend hin zu Fiber-to-the-Home wird jedoch auch vor den Kabelnetzen nicht Halt machen. Sie müssen sich Gedanken machen, wie sie die Infrastruktur in Richtung eines reinen Glasfasernetzes weiterentwickeln können. Zeitbedarf und die Höhe der Investitionen bedingen eine vorausschauende und frühzeitige Planung – denn die Glasfaserinfrastruktur wird voraussichtlich in den nächsten drei bis sieben Jahren benötigt.